Mrz 15

Kinder, Kinder, Kinder…..-Tipps für Eltern und Großeltern

Für junge Paare beginnt mit dem Nachwuchs ein neuer und spannender Lebensabschnitt

Das eigene Leben wird einmal kräftig auf den Kopf gestellt, die Prioritäten neu definiert und es gilt für das Paar oder auch den alleinerziehenden Elternteil eine Unzahl neuer Fragen zu beantworten.

Viele dieser Fragen tangieren auch den finanziellen Bereich. Grund genug für uns, dieser Lebensphase eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken:

Kinder kosten nicht nur manchmal Nerven, sondern auch eine Stange Geld. Der Staat unterstützt hier mit Hilfen, um zumindest die finanzielle Situation der erweiterten Familie zu unterstützen. Vor allem die steuerliche Begünstigung von Kindern und das Kindergeld tragen dazu bei, dass auch bei sinkendem Familieneinkommen der Lebensstandard der jungen Familie nach unten etwas abgesichert ist. Noch bevor sich die Frage nach der finanziellen Zukunft des neuen Erdenbürgers stellt, sollten die Eltern ihre eigenen Finanzen kritisch auf den Prüfstand stellen. Dies gilt insbesondere für die Frage nach der finanziellen Sicherheit und Existenz, wenn das Familieneinkommen durch Todesfall oder Berufsunfähigkeit eines Partners entfällt oder geschmälert wird.

Ist das Familieneinkommen auch im Falle eines Falles hinreichend gesichert, ist es klug, über die finanzielle Absicherung der Ausbildung und ggf. auch über die Absicherung erster gesundheitlicher Risiken bei dem neuen Erdenbürger nachzudenken. Selbst wenn die Eltern selbst die finanzielle Möglichkeit gar nicht haben: Oft lassen sich auch die Großeltern es sich nicht nehmen, den Nachwuchs mit einem kleinen Sparplan oder finanziellen Geschenken zu unterstützen. Diese Mittel sinnvoll und rentabel einzusetzen, ist in Zeiten von Niedrigzinsen eine echte Herausforderung und umso wichtiger, je geringer die Beträge sind.

Wichtigstes und beliebtestes Ansparziel für die meisten Familien ist dabei die Finanzierung einer akademischen Ausbildung für den Nachwuchs, um damit die beruflichen Chancen in unserer Gesellschaft zu optimieren. Mit Zielsparplänen kann es auch in der heutigen Zeit gelingen, Renditen von 5% und mehr zu erwirtschaften, ohne dabei wilde Spekulation zu betreiben. Je früher das Sparen mit diesen Konzepten beginnt, desto größer sind die Chancen, auch mit kleinen Sparbeiträgen nennenswerte Summen zu erzielen. Je nach persönlichen Präferenzen kann es dabei sinnvoll sein, den Sparvertrag direkt auf den Namen des Kindes abzuschließen oder aber auch ein ggf. vorhandenes Wertpapierdepot der Eltern zu nutzen. Je nach Alter der Eltern kann auch das Sparen im Mantel einer Lebensversicherung sinnvoll sein. Mit Blick auf die hohen Kosten dieser Lösung müssen aber vor allem die steuerlichen Vorteile des Versicherungsmantels wirklich nennenswert sein.

Wo die finanziellen Möglichkeiten es erlauben, wäre im nächsten Schritt über die Absicherung von gesundheitlichen Risiken für das neue Leben nachzudenken.

Wie für die Erwachsenen auch, ist das größte Risiko für Kinder auf Dauer ihre Erwerbskraft zu verlieren bzw. diese durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit gar nicht erst erwerben zu können. Um Kindern bereits einen adäquaten Versicherungsschutz zu ermöglichen, bieten einige Versicherer Invaliditätsrenten an, die den Verlust von Grundfähigkeiten, die dauerhaften Folgen schwerer Krankheiten oder eines schweren Unfalls durch eine monatliche, lebenslange Rente auffängt.

Um für die Kleinsten eine sinnvolle Absicherung zu konzipieren, braucht es kein Riesenbudget. Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie für Ihre Kinder oder Enkelkinder den Weg ins Leben finanziell ebnen möchten. 

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Mai 02

Ende der Armut – Die Wirkung von Mikrofinanz unter der wissenschaftlichen Lupe

Zusammenfassung eines Vortrags von Prof. Radermacher in Mannheim vom 26. Januar 2017 über eine Studie des FAW Instituts

Vor rund 10 Jahren erhielt Prof. Mohammad Yunus den Friedensnobelpreis für die Wirkung der von ihm in Bangladesch gegründeten Grameen Bank. Danach schlugen die Wellen der Euphorie hoch um die Kleinstkredite in Schwellen- und Entwicklungsländern, mit denen sich vor allem Frau einen Nebenerwerb finanzieren konnten.

Doch der Flut der Begeisterung folgte wenige Jahre später eine große Ernüchterung. Selbstmorde von Kreditnehmern in Indien, Wucherzinsen in Mexico und andere Skandale beschädigten den guten Ruf von Mikrofinanz und stellten das Lebenswerk von Prof. Yunus in Frage. War das wieder einmal viel Rauch um Nichts oder ist Mikrofinanz doch eine geniale Idee zur Beseitigung der Armut?

Das FAW Institut unter der Leitung von Prof. Radermacher hat sich dieser Frage bereits vor knapp 3 Jahren gestellt und wesentliche Erfahrungen und Beobachtungen von KreditnehmerInnen und Mikrofinanz-ExpertInnen in einer Studie zusammengefasst.

Das Grundproblem in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern ist der fehlende Zugang für die breite Bevölkerung zu einem Finanz- und Kreditsystem. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass in den Schwellenländern viele finanzielle Transaktionen zu kleinteilig und zu dezentral sind, um durch ein traditionelles Bankensystem kostendeckend bereit gestellt werden zu können. Ohne Mikrofinanz bleibt in Armutsgebieten nur der Gang zu den privat organisierten Kredithaien, die mit ihren Wucherzinsen ganze Familien in eine ewige Schuldenabhängigkeit und eine Art moderne Sklaverei führen. Doch was ist der Schlüssel, der es den Mikrofinanzbanken ermöglicht, erstaunlich hohe Rückzahlungsquoten bei völlig mittellosen Familien zu erzielen?

Die folgenden Punkte beschreiben die wichtigsten Erfolgsfaktoren von unbesicherten Kleinkrediten, nach Prof. Yunus:

  1. Die Kredite erhöhen die Produktivität der Familie, es handelt sich also überwiegend um Investitionskredite. Die Mikrokredite werden aber nicht nur verwendet, um eine Nähmaschine, ein Nutztier oder ein anderes Kleingewerbe zu finanzieren. So werden mit Mikrokrediten z.B. auch Solarzellen refinanziert, die einen Ersatz für teures und ungesundes Licht aus Petroleumleuchten darstellen. Häufig wird auch ein Kredit aufgenommen, um die Ausbildung der Kinder bezahlen zu können.
  2. Kreditnehmerinnen sind überwiegend Frauen. Dies hat sich gerade bei kleinen Krediten bewährt, wo Frauen sich als diszipliniertere Kreditnehmerinnen erwiesen haben. Das Hauptmotiv der Frauen ist dabei meist eine Verbesserung der Lebenssituation für ihre Familie, insbesondere auch die ihrer Kinder. Indirekt führt die Bevorzugung von Frauen als Kreditnehmerinnen damit auch zu einer Verbesserung der Stellung der Frauen in den oft muslimisch geprägten Regionen.
  3. Oft werden die Kredite an eine Gruppe gegeben, d.h. es werden genossenschaftliche Strukturen gebildet. Dabei besteht z.B. bei der Grameen Bank keine Kollektivhaftung der Kreditgemeinschaft füreinander. Allerdings wird die Aufnahme neuer Kredite für die Gruppe stets an die Rückzahlung der bestehenden Darlehen geknüpft. Dieser soziale Druck reicht in der Regel völlig aus, um sicher zu stellen, dass alle Mitglieder der Kreditgemeinschaft die Mittel sinnvoll nutzen und den Kredit plangemäß zurückführen. Dieser Gruppeneffekt macht eine Prüfung der einzelnen Investitionsvorhaben überflüssig und reduziert damit den Aufwand der Kreditvergabe.
  4. Schulung und sozialgesellschaftliche Orientierung sind fest mit der Kreditvergabe verbunden. So ist beispielsweise in Bangladesch die Einrichtung und Nutzung von Latrinen oder die Gesundheitsvorsorge für die Familie ein fester Bestandteil der Schulung der Kreditnehmerinnen. Darüber hinaus wird den KreditnehmerInnen beispielsweise verboten, verschwenderische Hochzeiten zu veranstalten. Diese haben eine lange Tradition in muslimischen Ländern, wo die Hochzeit der Töchter sowie die Höhe der Mitgift die Eltern oft unrettbar in die Schuldenfalle getrieben hat.

Natürlich gibt es global viele Variationen von Mikrofinanz und auch jenseits von Frauen- und Gruppenkrediten gibt es erfolgreiche Mikrofinanzbanken. Allen guten Mikrokrediten ist jedoch gemeinsam, dass sie nicht plünderisch sind und die KreditnehmerInnen nicht in die Abhängigkeit von der Mikrofinanzbank gezwungen werden.

Die Einfachheit und Genialität des Mikrofinanzsystems darf dennoch nicht überschätzt werden. Auch in den Schwellenländern ist nicht jeder Mensch ein geborener Unternehmer und nicht jeder Kredit führt zu positiven Wohlstandseffekten. Realistisch können lt. Prof. Radermacher ca. 10-20% der Bevölkerung von Mikrofinanz profitieren, wobei über Multiplikatoreffekte (z.B. besser ausgebildete Kinder, weniger Krankheiten) darüber hinaus noch ein positiver Hebel besteht.

Es ist Prof. Radermacher wichtig zu betonen, dass selbstverständlich (Mikro-)Kredite nicht das Allheilmittel gegen Armut sind. Humanitäre Hilfe und Sozialsysteme kann Mikrofinanz also nicht ersetzen, auch braucht es ein Mindestmaß an Rechtsstaatlichkeit, damit Mikrofinanz überhaupt funktionieren kann. Allerdings hat Mikrofinanz den Vorteil, dass dieses Instrument unabhängig von den staatlichen Systemen wirken kann und damit die Eigenverantwortung der Menschen auch in den ärmsten Ländern stärkt. Die Studie kommt zusammenfassend zu dem Ergebnis, dass es Prof. Yunus mit Mikrofinanz gelungen ist, einen wichtigen Baustein zur Reduzierung der Armut auf der Welt zu liefern.

Der Erfolg der von Prof. Yunus gegründeten Grameen Bank ist mittlerweile so gewaltig, dass die Summe der Spareinlagen der (ehemaligen) Kreditnehmerinnen größer ist, als die Summe der ausstehenden Kredite. In vielen anderen Ländern verfügen Mikrofinanzbanken allerdings noch nicht über so hohe Einlagen und sind auf Refinanzierung u.a. durch Mikrofinanzfonds angewiesen. Bei sinnvoller Auswahl der Institute können hier auch heute noch Investoren einen Beitrag zur weiteren Verbreitung von Mikrofinanz und zur Reduzierung der Armut leisten und dabei Renditen zwischen 2 und 3% p.a. erzielen.

Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie mehr über Mikrofinanz erfahren möchten.

Hier der Link zur gesamten Studie:

http://www.faw-neu-ulm.de/wp-content/uploads/2015/04/Mikrokredit-Studie-dt-2014.pdf

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Mai 01

Exklusiver Börsenausblick Mai 2017: Zinneckers Gedanken

Weiter belebende Weltvolkswirtschaft haben Aktienmärkte neues Leben eingehaucht!

Fz quer

RÜCKBLICK

Der positive erste Wahlausgang in Frankreich, die guten Unternehmensgewinne des ersten Quartals in den USA und in Europa in Verbindung mit der Erwartung auf die sich weiter belebende Weltvolkswirtschaft haben den Aktienmärkten wiederum unter Führung der USA nach einer fast zwei monatigen Konsolidierung neues Leben eingehaucht. Europa hat in besonderem Maß durch die Rückkehr ausländischer Investoren an die europäischen Kapitalmärkte davon profitiert. Zu dieser Kursentwicklung haben auch die Aussagen der Zentralbanken der EU und Japans beigetragen, den bisherigen monetären Kurs des leichten Geldes ohne Angabe von zeitlichen Grenzen beizubehalten.

An der politischen Front in den USA und in Europa haben sich die Risiken einer extremen Richtungsänderung in den letzten Wochen abgeschwächt. Die Regierung Trump ist nach der Niederlage über die Aufkündigung der Gesundheitsreform der Regierung Obama auf dem Boden der Realität angekommen. Sie ist nun bemüht, ihre bereits in Umrissen vorgestellte Steuerform und die angedachten Wirtschaftsinitiativen mit der Hilfe des Kongress in trockene Tücher zu legen. Nach der ersten Frankreichwahl und dem ernüchternden Ausgang des AfD-Parteitags ist die Sorge eines Ruck-nach-Rechts in Westeuropa zunächst einmal erheblich abgemildert worden.

AUSBLICK

Nach dem großen Getöse zu Antrittsbeginn ist die Amtszeit der ersten 100 Tage von Donald Trump mit verbindlicheren Tönen zu Ende gegangen. Die Prioritäten haben sich weg vom Mauerbau und den Einwanderungsbeschränkungen und der Aufkündigung zahlreicher Handelsverträge hin zum Strukturprogramm zur Verbesserung und Erneuerung des amerikanischen Wirtschaftsraumes und der Steuerreform verändert. Auch wenn die groß angelegte Steuerreform mit einem Unternehmenssteuersatz von nur 15% und einem drei gestaffelten privaten Steuersatz sowohl in der Höhe als auch in der Ausgestaltung in diesem Jahr noch nicht Gesetz wird, so wird sie ihre Wirkung auf die existierenden europäischen Steueroasen in Holland und Irland nicht verfehlen. Ob daraus ein breit angelegter Steuerkrieg werden kann, ist nicht auszuschließen. Dieser Vorgang erhöht aber auch den Druck auf Brüssel, sich mit der Steuerharmonisierung und der Steuergerechtigkeit in der Zukunft grundsätzlich und ernsthaft auseinanderzusetzen. Das gilt auch für Deutschland nach der Herbstwahl, das mit der Steuer- und Abgabenlast für deren Steuerzahler zur Weltspitze zählt.

Die Kapitalmärkte werden nach dem zweiten Wahlgang in Frankreich mit dem erhofften Sieger Macron zeitweise noch von den im Juni anstehenden Parlamentswahlen in Frankreich und nun auch in England überschattet, bevor die Weltwirtschaft mit ihren sich stetig verbessernden Wachstums- und Unternehmensgewinnerwartungen dann wieder in den Vordergrund treten wird. Da der seitens der Zentralbanken gesteckte Inflationsrahmen aufgrund nur moderat steigender Preise wohl in diesem Jahr nicht verletzt wird, werden die Zentralbanken inklusive der amerikanischen an ihrer bestehenden Politik des billigen Geldes festhalten. Damit bleibt der üppige und billige Liquiditätsrahmen für die Kapitalmärkte und vor allem für die Aktienbörsen über den Sommer hinaus als wichtiger Motor erhalten.

KAPITALMARKTAUSSICHTEN

Die im letzten Monatsbericht abgesteckte Richtung für die Aktienbörsen und die relative Attraktivität verschiedener Branchen behalten deshalb längerfristig ihre Gültigkeit. Zur Mitte der Berichtssaison zeichnet sich bereits ab, dass die Unternehmensgewinne im Durchschnitt noch besser als die bis dahin schon positiv erwarteten Schätzungen ausgefallen sind. Das gilt besonders für die Bereiche Technologie, Software und Internet, deren Gewinnausweise die Anleger wieder überrascht haben. Zudem reißt das Interesse an Unternehmensübernahmen bei den niedrigen Finanzierungsbedingungen nicht ab, was die Nachfrage nach Aktienanlagen noch weiter erhöht. Dieser Trend sollte auch in den kommenden Quartalen anhalten. Dadurch werden die Kurserhöhungsspielräume der Aktienmärkte ganz allgemein noch weiter erhöht, allen voran die der europäischen Börsen.

Die seit März zunehmenden ausländischen Kapitalzuflüsse in die europäischen Kapitalmärkte spiegeln diese Annahme bereits wieder. Im internationalen Vergleich sind die europäischen Unternehmen weitaus niedriger als zum Beispiel die amerikanischen bewertet. Sie sind in ihrer Tätigkeit internationaler ausgerichtet und ihre Gewinnmargen liegen noch wesentlich unter ihrem historischen Durchschnitt. Deshalb sollten europäische Unternehmen von einem weiter ansteigenden globalen Wirtschaftswachstum in besonderem Maß profitieren, was seinen Niederschlag in den dann nochmals steigenden Erwartungen der Unternehmensgewinne finden sollte. Stabilere politische Verhältnisse nach den zahlreichen Wahlen und der aus ausländischer Sicht attraktiv bewertete Euro sollten zusätzliche Anreize bieten, in europäische Aktien zu investieren.

Obwohl die Aktienbörsen in die Sommermonate hinein saisonal bedingt eher tendenziell zur Schwäche neigen, sollten die Kursausschläge dieses Mal eher moderat ausfallen. Vor dem monetären Hintergrund sollten die Rentenmärkte weiter stabil bleiben, ohne nennenswerte zu produzieren. In wieweit der niedrig bewertete Euro gegenüber dem US Dollar und dem Yen vor diesem Scenario auch weiterhin Bestand haben wird, wirft dann Zweifel auf, wenn der Euro aus technischer Sicht die Basis von 1,10 zum Dollar nachhaltig verletzen würde. In diesem Fall sollten Euro basierte Portfolios Devisensicherungsgeschäfte ins Kalkül ziehen. Ein steigender Euro und damit die Verteuerung europäischer Waren gegenüber dem Ausland wären aus Sicht der EZB vor dem Hintergrund der noch schwachen Konjunkturen in Südeuropa zu diesem Zeitpunkt sicher nicht wünschenswert.

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Mrz 15

Wertvolle Orientierung: Die FNG Nachhaltigkeitsprofile bringen Transparenz!

Die FNG- Nachhaltigkeitsprofile bringen Transparenz in den Begriffsdschungel der nachhaltigen Geldanlagen

Wer sich als Anleger über die nachhaltigen Aspekte seiner Fondsanlage informieren will, hat es nicht leicht. Die werblichen Broschüren der einzelnen Anbieter bieten eine Vielfalt an Begrifflichkeiten und jedes Haus hat dabei seine eigene (Werbe-)Sprache. Bereits seit einigen Jahren hat daher der Dachverband für nachhaltige Geldanlagen in Deutschland (Forum Nachhaltige Geldanlagen, kurz FNG) das FNG-Nachhaltigkeitsprofil als Orientierungshilfe bei der Auswahl nachhaltiger Publikumsfonds entwickelt. Dieses Instrument hilft Anlegern und Finanzberatern, sich einen Überblick zu der verwendeten Nachhaltigkeitsstrategie zu verschaffen.

Dabei fungiert die sogenannte FNG-Matrix als Datenbank, die Informationen zu den nachhaltigen Fonds enthält und insbesondere Vergleiche zwischen den verschiedenen Fonds erlaubt. Basierend auf der FNG-Matrix gibt es zu jedem einzelnen Fonds ein eigenes FNG-Nachhaltigkeitsprofil, ein zweiseitiges Datenblatt, das die Informationen zu der verwendeten Nachhaltigkeitsstrategie komprimiert darstellt.

Ziel von FNG-Matrix und FNG-Nachhaltigkeitsprofil ist es, die Nachhaltigkeitsstrategie der einzelnen Fonds in Bezug auf die drei Kernbereiche Umwelt, Soziales und Gute Unternehmensführung – kurz ESG (Environment, Social, Governance) – übersichtlich und verständlich darzustellen und damit die entsprechenden Ziele zu verfolgen:

  • Umwelt: Schutz von Natur und Umwelt, nachhaltige Nutzung der Naturgüter.
  • Soziales: Förderung von Frieden, Schutz der Menschenwürde und „lokaler Kulturen“, Armutsbekämpfung, Bildung und kulturelle Vielfalt, gute Arbeitsbedingungen.
  • Governance: Verantwortliche Unternehmensführung – kooperative, faire und transparente Führung von Unternehmen und öffentlichen Organen, unternehmerische Verantwortung für die Gesellschaft, Transparenz in der Unternehmensführung, faire Auftragsvergabe.

Zu diesen drei Kernbereichen enthalten FNG-Matrix und FNG-Nachhaltigkeitsprofil detaillierte Angaben zum Inhalt wie auch zur Methodik, das heißt also zu der Anlagestrategie, über die der jeweilige Kernbereich oder das jeweilige Thema adressiert wird. Beispielsweise kann über das Ausschlusskriterium Rüstung die Förderung von Frieden unterstützt werden oder über einen Best-in-Class-Ansatz soziale und ökologische Standards einer bestimmten Branche verbessert werden. Daneben enthalten FNG-Matrix und FNG-Nachhaltigkeitsprofil Informationen zu Transparenzkriterien und allgemeine Eckdaten.

Von den in Deutschland verfügbaren rd. 400 Investmentfonds mit nachhaltigen Aspekten sind mehr als die Hälfte in der FNG Matrix hinterlegt. Über die Webseite http://www.forum-ng.org/de/fng-nachhaltigkeitsprofil/fng-nachhaltigkeitsprofile.html können die FNG-Nachhaltigkeitsprofile für Berater wie Anleger kostenfrei eingesehen werden.

Die Nachhaltigkeitsprofile der von uns unter Nachhaltigkeitsaspekten betreuten Fonds finden Sie hier:

Fondssecure Systematik:

http://nachhaltigkeitsprofil.forum-ng.org/fondssecure_systematik-fng_nachhaltigkeitsprofil.pdf

GOOD GROWTH FUND:

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